Der Weg ist das Ziel!

Sie sind wieder sicher und wohlbehalten zurück vom anderen Ende der Welt: unsere 18 Abenteurer von Team Green und Team Blue sowie die Expeditionsleiter Joey Kelly und Sven Penszuk.

Es war aufregend, spektakulär, beeindruckend und in vielen Momenten ein Nervenkitzel!

Diese Eindrücke wollen wir gerne teilen – deshalb werden wir Euch die Erlebnisberichte unserer Teilnehmer und den genauen Verlauf der Routen in den nächsten Wochen ausführlich im Blog präsentieren – und natürlich auch die Frage beantworten, wie sich die CAMP DAVID Function Wear unter den extremen Wetterbedingungen vor Ort geschlagen hat. (Quelle: http://www.campdavid-expedition.de)

Die komplette Expedition könnt Ihr HIER sehen.

Interview mit der Lausitzer Rundschau

Wüstermarker brennt für Feuerland
Nach Chile-Expedition plant Extremsportler Andy Richter schon das nächste Abenteuer
WÜSTERMARKE “Ich habe schon viele extreme Sachen unternommen. Aber dieses Abenteuer hat sich in mein Herz gebrannt.” Das sagt der Wüstermarker Andy Richter über die Camp-David-Expedition 2014 nach Chile ans Kap Hoorn.Extremsportler Andy Richter schwärmt nach der Camp-David-Expedition 2014 von der unberührten Natur Feuerlands. Dass auch in Deutschland Herausforderungen und Abenteuer lauern, will der Wüstermarker im Juni beweisen.
Foto: privat
Andy Richter ist zurück. Hinter ihm liegen 14 Tage Strapazen in der wilden, unberührten Natur Südpatagoniens, in einem der entlegensten Winkel der Welt. Unter 2000 Bewerbern hatte der 28-jährige gebürtige Wüstermarker, der inzwischen in Hamburg lebt, sich bei den Vorbereitungstests durchgesetzt und einen der begehrten 18 Plätze für die Expedition des gleichnamigen Herrenmode-Labels ergattert. Für den gestandenen Hasen im Extremsport war es das erste Abenteuer im größeren Team.

“So ein Erlebnis mit anderen zu teilen, das war einfach geil”, sagt er. Es seien Freundschaften entstanden, die bleiben werden. Jeder hätte dem anderen geholfen, ans Ziel zu kommen. “Konnte einer nicht mehr weiter, haben andere ihm Mut gemacht und den schweren Rucksack abgenommen”, erzählt der Wüstermarker.

Das Marschgepäck, 20 Kilo mit “dem Nötigsten für unterwegs”, war nur eine der Herausforderungen bei der Tour zu Fuß, auf dem Rad und im Kajak. “Normale Wege gab es in der menschenleeren Gegend nicht”, sagt Andy Richter. Gewandert wurde in Geröll und Schnee, durch Schlamm und Bäche, über Bäume oder darunter hindurch. Kilometerweit sei es durch Sumpfland gegangen, das sich wie Tiefschnee anfühlte. “Man kann sich eine Badewanne voller Schwämme vorstellen, in die Wasser gelassen wird. Darauf läuft man dann hin und her”, bringt Andy Richter einen Vergleich. So manches Mal ging es hinauf in steile Höhen. “Für zwölf Kilometer brauchten wir schon mal bis zu 13 Stunden”, so Andy Richter. Die Nächte verbrachten die Abenteurer in Zelten. Meist habe sich das Wetter von der schönen Seite gezeigt. “Doch es gab auch Regen, Frost, Schnee und Sturm, der die Zeltstangen brechen ließ”, erzählt der Wüstermarker.

Das Härteste zum Schluss
Die letzte Etappe sei die schwierigste gewesen, erinnert sich der Abenteurer. 40 Kilometer Kajaken auf dem wilden Beagle-Kanal standen an. Nach acht Kilometern hätten die Ersten aufgegeben. Expeditionsleiter Joey Kelly, bekannt als Ex-Mitglied der Folk-Band Kelly-Family, habe zum Weitermachen ermutigt. “Wir waren zu Sechst in drei Kajaks. Die Wellen schlugen hoch, das Nachbarkajak war nicht mehr zu sehen”, erinnert sich Andy Richter. Und er schwärmt zugleich: “Wale und Pinguine haben uns begleitet. Es war faszinierend.” Vom Kajak ging es nicht in die Hängematte, sondern 54 Kilometer aufs Rad. “Diesmal ohne Rucksack, aber dafür in knackigem Gelände”, so Andy Richter.
Seehunde, Wildpferde, der Condor seien Bilder von der Camp-David-Expedition, die er nie vergessen werde. Wohl hätten so manches Mal die Oberschenkel geschmerzt, die Stiefel seien nass gewesen. Ans Aufgeben aber habe er nie gedacht, sagt Andy Richter. “Wann in seinem Leben hat man schon mal die Chance, durch Feuerland zu laufen?”

Noch steckt ihm die Camp-David-Expedition in den Knochen, schon plant Andy Richter das nächste Abenteuer. Ab dem 7. Juni will er in 14 Tagen 1000 Kilometer von Rügen bis zur Alpspitze laufen. “Das wird wieder in Riesending”, sagt er.

Schon neue Pläne
Täglich wolle er etwa 75 Kilometer zurücklegen, jede Strecke in einem Wechsel von Marathon und Gehen. Etwa zehn Stunden täglich werde er unterwegs sein. Schlafen will er im Freien. Auch durch Luckau soll ihn diese Tour führen. Andy Richter will sich unterwegs filmen und auf Facebook Freunde an Höhen und Tiefen des Trips teilhaben lassen.
“Noch bin ich jung genug, meinen Traum zu leben”, sagt Andy Richter, wenngleich er zugibt: “Ein bisschen verrückt bin ich schon.”

Quelle: (www.lr-online.de)