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Countdown läuft

Hier gibt es noch einmal ein kleines Resume  was mich und meine Gefährten im April erwartet …

Sport ist Mord

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„Sport ist Mord!“

Dieses Sprichwort kennen wir alle und haben wohl alle schon einmal eine Situation damit beschrieben. Was ist Sport? Anstrengend.

Zum ersten Mal traf ich nun auf einen Mann, bei dem ich mit Sicherheit sagen kann, er hat dieses Sprichwort noch nie im Ernst verwendet.

Als wir Freitagmorgen bei Andy eintreffen, ist er vorbildlich vorbereitet. Bereit steht sein Auto, welches mit allerhand wichtigen Utensilien für unser Vorhaben ausgestattet wird. Bereits einen Tag zuvor hatte er die erste Etappe von 100 km von Berlin nach Wüstermarke im Spreewald hinter sich gebracht, was ihn sichtlich motiviert hatte.

Seit ungefähr einem Jahr verfolgte Andy einen Plan: Er rief „Projekt Deutschland“ ins Leben. Er hatte das Ziel, im Juni diesen Jahres Deutschland zu Fuß in seinen Laufschuhen zu durchqueren. Eine verrückte Idee – und wohl ein verrückter Kerl dazu. Also begann er hart zu trainieren und bereitete sich ausgiebig darauf vor. In einem Zeitfenster von zwei Wochen wollte er einmal vom Kap Arkona bis zur Alpspitze laufen, mit ca. 70 – 80 km pro Tag, ungefähr 10 Stunden täglich.

Dann der Schock: Wenige Tage bevor Andy sein Vorhaben aufnehmen wollte, verletzte er sich das Sprunggelenk. „Projekt Deutschland“ war bis auf weiteres auf Eis gelegt.

Die zweite Etappe starteten wir um 11 Uhr nach einem ausgiebigen Frühstück. Das Wetter war blendend, die Laune perfekt. Nachdem Andy am Tag zuvor die erste Etappe vorbildlich absolviert hatte, wollten wir ihn nun bei seinem Vorhaben unterstützen. Wir, das sind Johannes von jfrcreatives, und ich, Melanie. Als wir zusagten Andy als seine persönliche Crew zur Seite zu stehen, war uns noch nicht ganz bewusst, was die nächsten Tage auf uns zukommen würde. Die zweite Etappe verlief jedoch im Großen und Ganzen ohne Zwischenfälle. Wir hatten Mühe uns Vorstellungen über die nächsten Tage zu machen; wir konnten nicht einschätzen, was uns nun wirklich erwartete Schließlich hatte es für das „Projekt Deutschland“ bisher keinen vergleichbaren Probelauf gegeben. Allerdings bekamen wir alle drei nur noch mehr Lust auf die kommenden Tage – jedoch immer mit einem Blick auf Andys stets und ständig geschwollenen Knöchel. Würde er diese Tour wirklich meistern können?

Als Andy kurz nach seinem Unfall Johannes, welcher ihn auch bei seinem „Projekt Deutschland“ begleiten sollte, per Telefon informierte, war ich ebenfalls anwesend – wir waren sprachlos. Andy hatte noch vor wenigen Wochen bei einem Treffen einen Enthusiasmus gezeigt, welcher seinesgleichen suchte, und nun das. Wir konnten uns nur im Ansatz ausmalen, wie er sich fühlen musste. Ein Traum war zerplatzt.

Als wir am Freitagabend Chemnitz erreichen, ist Andy bester Laune. Es scheint fast so, als könne er es nicht erwarten, die nächsten Etappen anzugehen. Diese Nacht können wir bei Verwandten von ihm verbringen und genießen den Abend in vollen Zügen, noch ungewiss, was der nächste Tag und Abend für uns bereit halten sollte. Schließlich starteten wir diese Reise äußerst spontan, lediglich mit einer groben Etappenplanung.

Am Samstag erwartete uns die wohl härteste Etappe des Trips. Andy hatte sich vorgenommen, das Erzgebirge zu bezwingen – und das nur mit seinem Drahtesel. Wer bereits einmal im Erzgebirge war, wird verstehen, dass diese Etappe keine Spazierfahrt werden würde, sondern Andy Anstiege von bis zu 14% meistern musste. Noch am Morgen versuchen wir Andy zu ermutigen. Wenn er diese Etappe gemeistert hätte, könnten die nächsten kein Problem für ihn werden. Und wieder fällt uns auf, dass Andy zwar Respekt vor der bevorstehenden Etappe, allerdings auch keinen Plan B hat – gibt es Plan A, wird dieser in die Tat umgesetzt; komme was da wolle! Er hat ein Ziel und er verfolgt es nach besten Möglichkeiten. Wir bewundern ihn jeden Tag aufs Neue für diese Entschlossenheit.

An diesem Tag folgte ein weiteres großes Highlight für uns – die zweite Hälfte der Etappe führte uns durch Tschechien, was zunächst keine große Besonderheit darstellen sollte. Aber wir wurden eines besseren belehrt: Die Straßen Tschechiens stellten eine erhebliche Herausforderung für Andys Rad dar, da diese in äußerst mangelhaftem Zustand waren; noch dazu hatte er mit starkem Gegenwind zu kämpfen – daran konnte auch der blaue Himmel und die angenehmen 25 Grad nichts ändern.

Als ich am Abend kurz mit Andy allein spreche, merke ich ihm an, wie groß der Respekt vor dieser Aufgabe ist, die er sich selbst gestellt hat. Scheinbar machen nicht nur wir uns Sorgen um sein Sprunggelenk, natürlich wird auch er aufgrund der eingeschränkten Bewegungsfreiheit stets und ständig daran erinnert, dass er sein Training vielleicht etwas langsamer angehen sollte. Aber ich versuche ihm Mut zu machen – immerhin ist er ansonsten in Topform, jedoch überschattet der kleine Funken Sorge, welcher sich im Laufe der Trainingspause angebahnt hat, immer wieder das bereits Erreichte.

Am nächsten Morgen machten wir uns auf den Weg Richtung Regensburg und konnten noch einmal das schöne Wetter genießen. Obwohl uns der Regen an diesem Tag bereits längst eingeholt haben sollte, durchlebten wir noch einmal eine sonnige Etappe. Höhepunkt des Tages stellte definitiv Andys Polizeieskorte von einer Schnellstraße dar. Uns war tatsächlich die blaue Beschilderung entgangen, welche die Schnellstraße als solche kennzeichnete, dies fand die Polizei weniger amüsant. Allerdings blieb es glücklicherweise nur bei einer Ermahnung und uns wurde bewusst, dass wir als Begleiter die Strecken etwas besser im Auge behalten müssen.

Die Idee für diesen Trip kam Andy sehr kurzfristig. Erst seit einigen Wochen darf Andy das Training in kleinen Schritten wieder aufnehmen. Jedoch haben seine Ärzte und Physiotherapeuten wohl eine andere Auffassung von kleinen Schritten, denn als er erfährt, dass Fahrradfahren für sein Sprunggelenk unbedenklich sei, startet er ein Training in seinen ganz persönlichen kleinen Schritten und radelt teils über 100 km am Tag. Spätestens hier wird uns deutlich, dass Andy seine Füße im wahrsten Sinne des Wortes nicht still halten kann.

 

Das merken wir auch erneut nach einer verregneten Nacht am Morgen der fünften Etappe: Wie jeden Morgen kann Andy den Startschuss des Tages kaum erwarten, während wir uns noch den Schlafsand aus den Augen reiben. Und spätestens an diesem Morgen zeigte sich zwischen uns auch ein kleiner Lagerkoller, der sich glücklicherweise nur in kleinen Späßen untereinander äußerte. Am vierten gemeinsamen Morgen waren wir tatsächlich schon ein kleines eingespieltes Team geworden. Aber dieser Montag stand definitiv nicht unter einem guten Stern, denn unser ständiger Begleiter wurde von nun an der Regen und Andy durfte auf dem Weg nach München die Erfahrung machen, dass sein Fahrrad auch zu Wasser eine gute Figur macht. Uns im Auto blieb beim Anblick der Wassermassen ziemlich die Spucke weg – aber Andy fuhr unerbittlich weiter und verlor vor allem an diesem harten Tag das Ziel Garmisch-Partenkirchen nicht aus den Augen.

Als Andy uns vor einiger Zeit einlud, ihn auf seiner Reise zu begleiten, hatten wir keine großen Vorstellungen, was uns erwarten würde. Bei einem Probelauf für das „Projekt Deutschland“  im Mai, hatten wir bereits die Erfahrung gemacht, dass Andy zu außergewöhnlichen Leistungen fähig ist. Und genau das kam mir bei dieser Einladung wieder in den Sinn. Deshalb konnte dieser Trip in jeder Hinsicht nur ein Erfolg werden. Zu hören,  dass er eine Strecke von knapp 700 km in wenigen Tagen zurücklegen wollte, mit dem Fahrrad vermutlich noch etwas mehr, hörte sich selbst für uns als Begleiter als eine Herausforderung an, die man nicht nur unterstützen sondern auch mit annehmen will. Keine Frage, dass wir sofort zusagten.

Am Montagabend kamen wir bei einem Freund von Johannes und seiner Familie in der Nähe von Bad Tölz unter und waren sehr dankbar, uns nach diesem verregneten Tag richtig aufwärmen und nun auf die letzte Etappe freuen zu können, die mit ihren 60 km eher symbolischer Natur war, als für Andy eine tatsächliche Herausforderung darzustellen. Und so war es auch, denn dieser Tag entschädigte für alles Schiefgelaufene der letzten Tage – wir genossen den Ausblick auf die wunderschönen Alpen und waren dankbar, dass uns der Regen noch einen Tag verschonte. Halt machten wir u.a. am Walchensee, von dessen Anblick wir schlichtweg geplättet waren. Wie sich die Berge im klaren Wasser spiegelten war ein Bild, welches uns allen bisher selten unter die Augen gekommen war.

Den Abend verbrachten wir ganz entspannt in der Innenstadt von Garmisch-Partenkirchen und mischten uns unter die Touristen – schließlich waren die letzten Tage eher von Nervenkitzel gefüllt. Wir genossen den Abend in vollen Zügen, um uns für den nächsten Tag zu stärken. Andy wollte am Mittwoch als krönenden Abschluss die Alpspitze von 2628 m besteigen. Täglich fieberten wir darauf hin, denn dies sollte auch für uns der Höhepunkt des Trips werden. Allerdings waren wir noch immer nicht sicher, ob die Anstrengungen der letzten Tage Andy das Erreichen dieses Vorhabens noch erlauben würden. Wir alle wünschten es ihm von ganzem Herzen.

Als Andy am nächsten Morgen pünktlich um 7 Uhr seinen Weg aufnehmen will, hatte es jedoch schon die ganze Nacht durchgeregnet. So hatten wir uns unseren letzten Tag nicht vorgestellt, denn natürlich brachte der Regen auch einen enormen Temperatursturz mit sich. Johannes begleitete Andy beim ersten Teil des Aufstiegs und berichtete danach, dass er kaum Schritt halten konnte und Andy in seinem Tempo nur ausbremste. Mittlerweile überraschte mich dies gar nicht mehr – nach knapp 800 km Radfahren in 27 Stunden schien es für Andy vollkommen unproblematisch zu sein, die Alpspitze zu besteigen.

Unser Tagesplan wurde allerdings vom Wetter durchkreuzt – angesichts des Regens wäre es zu gefährlich gewesen, die Alpspitze ausgerüstet mit Klettersteigsets zu besteigen, wie wir vor Ort von einem Bergführer erfuhren. Das Erreichen seines ganz persönlichen Ziels wurde Andy nun verwehrt. Allerdings versuchten wir uns davon die Laune nicht vermiesen zu lassen, und trafen Andy am Osterfeldkopf unterhalb der Alpspitze und liefen gemeinsam mit ihm weiter bis zum Kreuzeck.

Es regnete in Strömen, es war kalt und anstrengend, aber wir waren stolz auf unseren Sportler. Er hatte die letzten Tage mit Bravour gemeistert und wurde nun mit dem atemberaubenden Ausblick ins Tal belohnt.

Am Abend traten wir gemeinsam die Heimreise an. Wir waren alle geschwächt, aber vor allem Andy spürte nun die letzten Tage ganz deutlich in seinen Muskeln, was die Laune jedoch nicht trüben konnte. Andy war sichtlich zufrieden.

Nach seinem Unfall und der langen Trainingspause schien er den Mut verloren zu haben und zweifelte an seiner Kraft. Er brauchte diesen Trip, um zuversichtlich auf sein „Projekt Deutschland“ vorauszublicken, was nun noch immer auf sich warten lassen muss. Aber Andy konnte sich so beweisen, dass er seinen Kampfgeist nicht verloren hat. Dies war sein Ziel – ‚Kann ich es noch schaffen? Ja, ich kann!’

Wir sind stolz auf Andy. Nicht nur aufgrund seiner immensen Leistung, sondern auch, weil er in den Momenten weitermachte, in denen wir alle aufgegeben hätten. Denn ganz ehrlich – Wer würde sich nach einer solchen Verletzung einer solchen Aufgabe stellen? Hierzu gehört eine Menge Mut und Zuversicht. Mut, um sich dem inneren Schweinehund zu stellen, der einen immer wieder zweifeln lässt und Zuversicht, um das eigene Selbstvertrauen nicht zu verlieren.

Wir alle haben bei dieser Reise eines mit Sicherheit gelernt: Egal wie unbezwingbar eine Aufgabe auch erscheint – wir sind stets in der Lage etwas mehr zu schaffen, als wir und andere uns anfangs zugetraut hätten.

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Vielen Dank für die Unterstützung

 

Kühlen, Kühlen, Kühlen ….

 

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Heute hatte ich einen Tag voll mit Terminen: Physio, Sport und Arzttermin.
Jetzt heißt es kühlen, kühlen und nochmal kühlen!

Wenn ich schon nicht laufen kann, dann …

 

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Wenn ich schon nicht laufen kann, dann gibt es wenigstens was für die Augen.

Physio hab ich heut auch schon hinter mir und es war gut, denn der Fuß geht schon in die
Null- Stellung

Sonnigen Tag für euch

Auf einmal ändert sich alles …

Auf einmal ändert sich alles

Nach 3 Tagen Krankenhaus Aufenthalt bin ich wieder zu Hause und so langsam realisiere ich was passiert ist. Erst einmal vielen Dank für eure Mails, Telefonate und persönlichen Zuspruch und Unterstützung!

Für mich ist es momentan wirklich nicht einfach nach dem täglichen Training die Füße still zu halten und das erstmal für 6 Wochen.

Erst wurde eine Fraktur am linken Sprunggelenk festgestellt doch nach erneutem Röntgen / MRT- Bild und ein ausführliches Gespräch mit dem Arzt wurde die Diagnose: Syndemoseriss am Sprunggelenk festgestellt.

Das heißt:
Die Stabilität der Knöchelgabel wird operativ durch Bandnaht und Einbringen einer so genannten Stellschraube gesichert. Die Schraube sorgt dafür, dass der richtige Abstand zwischen Schienen und Wadenbein erhalten bleibt. Sie wird nach 6 Wochen entfernt.
Danach kann langsam wieder das Belastungstraining aufgenommen werden.

Nun heißt es die Tage/Wochen mit Physiotherapie, Stabi-Übungen, Beinhochlegen und viel Ausruhen zu überbrücken.

Die erste Physio-Einheit konnte ich heute genießen und bin fassungslos wie steif mein linker Fuß ist…

Auf einmal ändert sich alles

11. Etappe


Klicke HIER für eine größere Karte

Daten und Fakten der 11. Etappe

Start: 17.Juni 2014

Von: Schwandorf – Neustadt

Über: Burglengenfeld, Nittendorf, Kelheim

Länge: 73 Km

Gelände: Hügelig

Schlüsselstellen: Landstraße, Radwege, Feldwege

 

 

7. Etappe


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Daten und Fakten der 7. Etappe

Start: 13.Juni 2014

Von: Pristewitz – Chemnitz

Über: Meißen, Nossen, Frankenberg

Länge: 71 Km

Gelände: Hügelig

Schlüsselstellen: Landstraße, Radwege, Feldwege

4. Etappe


Klicke HIER für eine größere Karte

 

Daten und Fakten der 4. Etappe

Start: 10.Juni 2014

Von: Templin- Berlin

Über: Liebenwalde, Zehlendorf, Summt, Blankenfelde, Wedding

Länge: 74 Km

Gelände: Flachland

Schlüsselstellen: Landstraße, Großstadtverkehr

 

Etappe 10-11

Nach einem schönen sonnigen Sonntag und einen 40 km Lauf, gibt es heut die Etappen 10-11 schönen Abend euch allen…

Mitterteich – Schwandorf 82 Km
Schwandorf – Neustadt 73 Km

Immer wieder Sonntags

Nach dem Trainingslauf von 35 km mit Boxenstop bei B E H N K E – motorgeräte & kfz-Technik, gönn ich mir doch gern ein Astra!!!